Mochi-Hada und was ein Nachtisch mit japanischer-hautpflege-zu-tun-hat-die-bedeutung-von-hanbang-und-glass-skin-als-schonheitsideal

Das Schönheitsideal der japanischen Frauen? Ein wirklich wunderbares, rundes, weißes, weiches Dessert. Reis-Kuchen, oder eben „Mochi-Hada“. Mochi-Hada sieht ein bisschen aus wie eine kleine Dampfnudel und wird mit allerlei Leckeren (und nicht so Leckeren ) Sachen gefüllt: Erdnussbutter, süße Bohnenpaste, Erdbeerstücke…Findet alles seinen Weg in die Küchlein aus klebriger Reismasse. Und wieso nochmal soll ein japanisches Frauengesicht jetzt eben nach Möglichkeit Mochi-Hada sein? Eben weil diese Küchlein von außen wunderbar weich, zart, weiß, ebenmäßig und prall sind. Das Konzept „Sanftheit“ ist übrigens ein Thema, dass die gesamte japanische Hautpflege durchzieht. Viele westliche Schönheitsprodukte sind auf hohe Effizienz „getrimmt“, sind aber häufig leider auch ziemlich aggressiv. In Japan dagegen setzt man seit Jahrhunderten eher auf sanfte, natürliche Hautpflegerezepturen und -wirkstoffe wie Algen/Seegras bzw Wakame, Reis, Kamelie etc. Hier merkt man auch die kulturelle Verbundenheit zwischen Japan und Korea. Obwohl man in Korea eher „Glass skin“ statt „Mochi-Hada“ Haut anstrebt, werden auch hier gerne traditionelle, natürliche Wirkstoffe genutzt, häufig bezeichnet als „Hanbang“ Wirkstoffe.

Hanbang steht für traditionelle, holistische Medizin, die auf einer ausgeprägten Nutzung von pflanzlichen (Arznei-)Mitteln beruht. Besonders wichtig ist hierbei auch die biologische Weiterverarbeitung durch Fermentierung, die Wirkstoffe besonders konzentriert, bioverfügbar macht und mögliche Allergene fast vollständig reduziert. Doch auch die asiatische Hautpflegeindustrie – egal ob Korea oder Japan- orientiert sich Richtung Westen. Hier entstehen die neusten und wirkungsvollsten Hautpflegeinnovationen, die asiatische Beautyfirmen nutzen um ihre eigenen Rezepturen zu verbessern und noch effizienter zu machen. Übrigens ist ein Charakteristikum der Hanbang Pflanzen und Biofermente ihr hohes Gehalt an Antioxidantien und ihre entsprechenden Slow-Aging Kapazitäten. Mit am Häufigsten wird Bambus, Ginseng und grüner Tee verwendet.



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